Die 80/20-Wahrheit hinter jedem Katalogprojekt: Warum Ihre Daten das eigentliche Projekt sind

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein neues Haus bauen. Sie haben den Architekten, den Plan steht, die Handwerker sind gebucht. Und dann stellt sich heraus: Das Grundstück, auf dem gebaut werden soll, ist noch nicht vermessen, der Boden ist uneben und an einigen Stellen schlicht unbrauchbar. Kein Architekt der Welt kann das auffangen — zunächst muss das Fundament stimmen.
Genau diese Situation erleben wir am Anfang von fast jedem EasyCatalog-Projekt.
Schritt eins: Was hat der Kunde eigentlich in der Hand?
Bevor auch nur eine einzige Seite gestaltet wird, schauen wir uns gemeinsam an, was Ihr System hergibt. Ob ERP, PIM oder eine hauseigene Datenbanklösung — die entscheidende Frage lautet immer: Welche Daten können Sie ausleiten, und in welcher Form kommen diese bei uns an?
Das klingt nach einem kurzen Schritt. In der Praxis ist es oft einer der aufschlussreichsten Momente des gesamten Projekts.
Wir analysieren die Datenstruktur gemeinsam mit Ihnen und zeigen auf, welche Felder vorhanden sind, welche fehlen und was gebraucht wird, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Manchmal ist es eine zusätzliche Spalte für die Verpackungseinheit. Manchmal fehlt eine konsistente Artikelbezeichnung. Und manchmal sind es größere Lücken, die sich erst im Abgleich mit dem Ziel-Layout offenbaren.
Die ehrliche Rechnung: 20 % zu 80 %
Hier kommt eine Wahrheit, die wir unseren Kunden früh und offen kommunizieren:
Unser Part — also die eigentliche Automatisierung und Gestaltung der Templates mit EasyCatalog — macht in der Regel etwa 20 Prozent des Gesamtaufwands eines Projekts aus. Die restlichen 80 Prozent liegen beim Kunden.
Das klingt zunächst überraschend. Aber es ist keine schlechte Nachricht — es ist eine wichtige Orientierung. Denn wer das weiß, kann realistisch planen.
Was steckt hinter diesen 80 Prozent? Im Kern geht es um Datenqualität. Konkret bedeutet das:
- Fehlende Pflichtfelder werden nachgepflegt
- Inkonsistente Schreibweisen (z.B. „schwarz“, „Schwarz“, „SW“) werden vereinheitlicht
- Redundante oder veraltete Datensätze werden bereinigt
- Strukturen werden angepasst, damit EasyCatalog sie sauber verarbeiten kann
Das ist kein glamouröser Teil eines Projekts. Aber er ist unerlässlich.
Das unterschätzte Thema: Datenpflege
Haben Sie schon einmal den Begriff „Housekeeping“ im Zusammenhang mit Daten gehört? Gemeint ist die systematische Bereinigung und Strukturierung von Stammdaten — also genau das, was in vielen Unternehmen über Jahre hinweg liegen geblieben ist.
Die Erfahrung zeigt: Viele Unternehmen wissen zwar, dass ihre Daten nicht perfekt sind. Aber das tatsächliche Ausmaß wird fast immer unterschätzt. Erst wenn ein konkretes Ziel — etwa ein automatisierter Produktkatalog — auf dem Tisch liegt, wird sichtbar, wo die Lücken wirklich sitzen.
Warum wird dieses Thema so oft aufgeschoben? Weil es mühsam ist. Weil es keine sichtbaren Ergebnisse produziert, die man dem Geschäftsführer präsentieren kann. Und weil der Alltag meist dringender wirkt.
Aber ohne saubere Daten ist der schönste Katalog wertlos — oder schlimmer noch: er spiegelt fehlerhafte Informationen wider, die beim Kunden ankommen.
Was das für Ihr Projekt bedeutet
Wenn Sie mit uns in ein EasyCatalog-Projekt starten, bringen Sie bitte eines mit: eine realistische Einschätzung Ihrer Datenqualität und die Bereitschaft, auch intern Ressourcen dafür einzuplanen.
Wir begleiten Sie dabei. Wir zeigen Ihnen, welche Felder und Strukturen Sie brauchen, und wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen pragmatischen Weg, Ihre Daten fit zu machen. Das ist kein Vorwurf — das ist Projektrealität, die wir bei nahezu jedem Kunden antreffen.
Die gute Nachricht: Wer diesen Schritt einmal sauber geht, profitiert nicht nur beim aktuellen Katalogprojekt. Saubere Stammdaten zahlen sich in jedem folgenden Prozess aus — ob für spätere Auflagen, neue Märkte oder andere Ausgabekanäle.
Fazit
Ein Katalogprojekt beginnt nicht mit InDesign und auch nicht mit EasyCatalog. Es beginnt mit Ihren Daten. Je früher Sie das wissen und einplanen, desto entspannter wird das Projekt für alle Beteiligten. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen genau diesen Weg zu zeigen — ehrlich, strukturiert und mit Blick auf ein Ergebnis, das Sie wirklich nutzen können.
Sie möchten wissen, wie gut Ihre Daten für ein Katalogprojekt aufgestellt sind? Sprechen Sie uns an — ein erster gemeinsamer Blick bringt oft mehr Klarheit als Monate interner Diskussionen.
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