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Der Setzer, der nie schläft: Wie das EasyCatalog-Pagination-Modul Seiten automatisch befüllt

Seiten von Hand zu befüllen und umzubrechen kostet in jedem Katalog viel Zeit. Das Pagination Modul von EasyCatalog übernimmt diese Arbeit nach den Regeln Ihrer Vorlagen. Wir zeigen, wie das abläuft und welche Vorarbeit es braucht.

5 Min. Lesezeit

Bildschirm mit automatisch umbrochenen Katalogseiten in InDesign, davor gedruckte Kataloge

Kurz gesagt

Das Pagination-Modul von EasyCatalog befüllt und umbricht Katalogseiten automatisch nach den Regeln Ihrer Templates. Aus sauberen Daten, strukturierten Templates und klaren Datenbindungen entsteht so eine reproduzierbare, konsistente Katalogproduktion in einem Bruchteil der Zeit, vorausgesetzt, die Vorarbeit stimmt.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten einen Buchdruck-Setzkasten bedienen. Buchstabe für Buchstabe, Zeile für Zeile, Seite für Seite. Der Setzer des 19. Jahrhunderts verbrachte seinen Arbeitstag damit, einzelne Bleilettern in die richtige Reihenfolge zu bringen. Ein Buch von 300 Seiten bedeutete Wochen konzentrierter Handarbeit. Und entschied der Verleger kurz vor Druckbeginn, dass Kapitel vier doch vor Kapitel drei kommt, fing der Setzer von vorn an.

Dann kam die Setzmaschine. Sie erledigte in einer Stunde, wofür ein Mensch vorher Tage brauchte. Klüger als der Setzer war sie nicht, sie konnte dieselbe Aufgabe nur mechanisch und ohne Ermüdung wiederholen.

Das Pagination-Modul von EasyCatalog ist die Setzmaschine des heutigen Kataloggeschäfts. Was genau nimmt es Ihnen ab, und wo bleibt Ihre Arbeit gefragt?

Was Pagination bedeutet

Das Wort klingt technischer, als es ist. Pagination heißt schlicht: EasyCatalog nimmt Ihre Produktdaten und erzeugt daraus automatisch Seiten, nach den Regeln, die Sie in Ihren Templates festgelegt haben.

Ohne Pagination bliebe EasyCatalog ein fähiges, aber manuelles Werkzeug. Sie hätten Ihre Templates, Ihre Datenbindungen und sauber verknüpfte Felder, müssten aber für jedes Produkt selbst entscheiden: Welches Template? Welche Seite? Welche Position? Bei 50 Produkten ist das lästig, bei 500 ein Vollzeitjob, und bei 5.000 ist es nicht mehr machbar.

Mit Pagination legen Sie fest, welche Produkte aus Ihrer Datenquelle in den Katalog sollen, in welcher Reihenfolge sie erscheinen und welches Template für welchen Produkttyp gilt. Den Rest übernimmt EasyCatalog.

Das Pagination-Modul macht aus EasyCatalog, einem Layoutwerkzeug, ein echtes Produktionssystem.

So läuft eine Pagination ab

Der Ablauf ist einfacher, als viele erwarten:

1

Data Set festlegen

Sie definieren in EasyCatalog ein Data Set, also eine gefilterte und sortierte Auswahl Ihrer Produktdaten. Das können alle Artikel eines Sortiments sein, eine bestimmte Kategorie oder die Artikel, die Ihr ERP-System als „aktiv“ markiert hat.

2

Templates zuweisen

Dem Data Set weisen Sie ein Template zu, bei Bedarf auch mehrere, wenn unterschiedliche Produkttypen unterschiedliche Layouts brauchen. EasyCatalog prüft dann Produkt für Produkt, welches Template passt.

3

Seiten erzeugen lassen

EasyCatalog erzeugt Seite um Seite, befüllt Rahmen um Rahmen und beginnt eine neue Seite, sobald die alte voll ist. So arbeitet es sich durch Ihr gesamtes Sortiment.

Was früher Tage dauerte, ist so in Minuten erledigt. Und das hat Folgen über die reine Zeitersparnis hinaus: Mit der Pagination verlagern Sie die Kontrolle über die Struktur Ihres Katalogs in Ihre Daten.

Nehmen wir an, Ihr Vertrieb entscheidet Mitte März, dass drei neue Produktkategorien in den Frühjahrskatalog kommen. Außerdem sollen alle Produkte aus Kategorie B vor denen aus Kategorie A stehen, weil die Marketingkampagne auf diese Reihenfolge ausgerichtet ist. In einer manuellen Produktion heißt das umbauen, verschieben, neu prüfen, also mehrere Stunden Arbeit. Mit Pagination ändern Sie die Sortierlogik in Ihrer Datenquelle oder in der EasyCatalog-Konfiguration, starten die Pagination neu, und der Katalog zeigt die neue Struktur. Die Daten steuern Inhalt und Reihenfolge, das Layout bleibt stabil.

Wenn Produkte unterschiedlich viel Platz brauchen

Was passiert, wenn Produkte nicht gleich groß sind? Diese berechtigte Frage taucht in jedem Pagination-Projekt früher oder später auf. Ein technisches Gerät mit zwölf Kennwerten, drei Bildern und einem Sicherheitshinweis beansprucht mehr Raum als ein Verbrauchsartikel mit drei Feldern.

EasyCatalog löst das über Template-Varianten und Platzierungsregeln. Sie legen fest, welche Produkte welches Template bekommen und damit auch, wie viel Fläche sie auf der Seite einnehmen. Im Rahmen dieser Regeln optimiert das System die Platzierung und hält dabei Ihre Rasterlogik ein.

Trifft EasyCatalog gestalterische Entscheidungen?

Nein, es befolgt Regeln. Ob daraus ein schönes Ergebnis wird, hängt davon ab, wie sorgfältig das Template-System aufgebaut ist. Eine gut strukturierte Template-Logik liefert sehr gute Pagination-Ergebnisse. Eine schlecht durchdachte Struktur produziert Seiten, die technisch korrekt sind, gestalterisch aber nicht überzeugen.

Häufige Missverständnisse

Aus der Projektpraxis kennen wir einige Annahmen, die beim ersten Pagination-Einsatz regelmäßig zu Enttäuschungen führen. Die Ursache sind dann falsch gesetzte Erwartungen und kein Versagen von EasyCatalog.

„Ich muss gar nichts mehr tun.“

Pagination nimmt Ihnen die immer gleiche Platzierungsarbeit ab. Die Qualitätssicherung bleibt Menschenarbeit: Das Ergebnis muss geprüft, freigegeben und oft auch nachgearbeitet werden. EasyCatalog produziert schnell, perfekt ist das Ergebnis deshalb noch nicht.

„Meine Daten sind gut genug.“

Pagination macht Datenprobleme in großem Maßstab sichtbar. Ein fehlender Wert in einem Produkt fällt kaum auf, derselbe fehlende Wert in 200 Produkten erzeugt 200 identische Lücken. Wer sauber paginieren will, braucht saubere Daten.

„Das Template passe ich später an.“

Theoretisch geht das. Praktisch bedeutet jede strukturelle Template-Änderung nach dem ersten Pagination-Lauf, dass ein Teil der Arbeit neu gemacht werden muss. Stabile Templates sind eine Voraussetzung für die Produktion.

Wer Pagination ernst nimmt, denkt deshalb zuerst an die Datenqualität und erst danach an die Geschwindigkeit.

Unsere Empfehlung

Im Pagination-Modul zeigt EasyCatalog, was es eigentlich kann. Hier greifen saubere Daten, strukturierte Templates und klare Datenbindungen ineinander, und manuelle Arbeit kann mit dem Ergebnis nicht mithalten.

Bauen Ihre Designer Kataloge noch Seite für Seite von Hand auf, wie einst der Setzer am Setzkasten? Dann nehmen Sie das Pagination-Modul als Maßstab, und zwar als Standard, den Sie erreichen können. Beginnen Sie mit der Vorarbeit: Daten bereinigen und die Template-Struktur festlegen, bevor der erste Lauf startet.

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